Spinnenkostüm für Halloween DIY Anleitung

Morgen sind meine Kinder zu einer Halloween-Party eingeladen, so brauchten sie ganz dringend was zum Anziehen. Mit meiner Tochter hatten wir es leicht, sie wollte als Hexe gehen und dafür ist ihr Kostüm vom letzten Fasching – spanische Tänzerin – vollkommen ausreichend. Eine spanische Tänzerin trägt eine Perücke, die Hexe einen Hexenhut – muss noch heute gekauft werden – sonst sehen die beiden gleich aus. Mein Sohn geht als Spinne, das ist auch nicht so kompliziert, so habe ich mich ans Experiment gewagt, es selber zu nähen. Und es ging wirklich leicht und schnell, in ca. 60 Minuten.

Die Grundlage ist ein schwarzer Jerseyoberteil und schwarze Leggings (ausgeliehen von der Schwester.) bzw. Socken. So hat das Spinnenkind schon 4 schwarze Beine, es fehlen nur noch weitere vier. Sie werden genäht aus einem einfachen IKEA-Baumwollstoff.

Ich habe die Arme vom Kind gemessen, 0,45 m war die Länge und ich habe mich entschieden diese Länge auch für die Spinnenbeine zu nehmen. Breite der Beine ist 8 cm.  Man braucht für diese Größe 40*96 cm Stoff, und er wird der Länge nach doppelt gelegt, so dass wir einen zweilagigen Stoff vor uns haben, 20*96 cm. Mit Kreide zeichne ich mit der Hand 4 Rechtecke drauf, alle 8*45 cm. Ein Ende von jedem Rechteck runde ich ein bisschen ab.

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Die zwei Lagen werden mit ein paar Nadeln befestigt und jetzt werden die Beine mit der Maschine genäht – ganz einfach der Linie folgen auch bei den Rundungen. (Noch nichts ausschneiden!) Das Ende, wo keine Rundung ist, bleibt offen, hier kommt dann die Füllwatte rein.

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Und jetzt werden die Beine einzeln ausgeschnitten mit ein bisschen, ca 0,5 cm Nahtzugabe. Jetzt kommt die Füllwatte zum Einsatz – wir bilden 4 gleich große Haufen davon.

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Man nimmt die Beine in die Hand und wendet den Schlauch auf rechts. Nahtzugabe ist jetzt drinnen. Ab jetzt ist es hauptsächlich Kinderarbeit.

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Ein Kochlöffel hilft, die Watte gleichmäßig im Bein zu verteilen. Es muss nicht sehr fest ausgestopft sein.

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Jetzt nimmt Mami ein schwarzes Band und bindet es um die Hüfte des Kindes. Locker sollte es ein bisschen sein. Dann werden auf jede Seite zwei Beine mit Stecknadeln festgesteckt. Dabei sind die Enden des Schlauches zurück in den Schlauch gefaltet, so dass keine Fransen auf rechts zu sehen sind.

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Wir haben jetzt so einen Gürtel vor uns. Das wird noch mit der Maschine festgenäht. Ich habe zuerst in der Mitte des Bandes genäht und dann noch einmal am unteren Rand, so sieht es beim Tragen schöner aus.

h8 Und so ist unsere grausame Riesenspinne schon partybereit!

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Ideen für einen Kindergeburtstag im Dezember

Eine Outdoor-Party ist im Dezember zwar nicht ausgeschlossen, aber doch nicht so selbstverständlich, wie im Juli. Zum Glück hat meine Tochter – geboren am 5. Dezember – schon im September ihren Wunsch geäußert: sie möchte diesmal eine Lebkuchen-Themenparty. Das ist gleich eine 2 in 1 Lösung, weil wir sowieso jedes Jahr mindestens einmal Freunde einladen, um gemeinsam Honiglebkuchen und andere Weihnachtskekse zu backen. Es ist unaufwendig, jeder Gast nimmt nachher ein wenig Kekse mit nach Hause und die Weihnachtsstimmung kommt bei solchen Backabenden unausweichlich. Das Aufräumen nachher dauert zwar, aber es ist kein Drama. Und wenn wir inzwischen Hunger bekommen, dann machen wir schnell überbackene Brötchen oder eine schnelle Pizza – der Backofen ist ja schon vorgeheizt.
Mit Kekse backen wäre dann die halbe Zeit der Geburtstagsparty gefüllt. Was passiert noch?
Ich plane für eine dreistündige Party ungefähr so:
15.00-15.30. Ankommen und Basteln der Kekstüte: die Kinder bekommen eine Papiertüte (naturfarbig) und ein Materialbüffet steht zur Verfügung. Darin sind: buntes Papier und verschiedene Effektpapiere, Schere, UHU, bunte Dekotapes mit Weihnachtsmotive und/oder Weihnachtsfarben, sternförmige und andere Schablonen, Stanzen oder einfach nur Keksausstecher mit Weihnachtsmotive, Bleistift, Lackstifte in Gold, Weiß und Silber. Die Kinder können ihre Tüte nach Belieben dekorieren. In diesen Tüten nehmen sie dann die gebackenen Kekse mit nach Hause. Wer möchte, kann auch mehrere Tüten dekorieren, mitnehmen und dann kleine Weihnachtsgeschenke darin einpacken.
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15.30-16.00 Jause
16.00-16.20 Geschenke werden überreicht
16.20.-16.40. Torte mit Kerzen und Feuerwerk, Fotos werden gemacht, Torte wird gegessen
16.40-18.00 Backen und Dekorieren der Kekse, paralell Bastelangebot (weil nicht alle Kinder gleichzeitig Platz beim Küchentisch haben) Gebastelt wird eine Laterne und ein Fensterstern. Anleitungen dazu kommen bald in einem anderen Post.
Unser Lieblingsrezept für Honiglebkuchen sollte man 1-2 Tage vorher zusammenstellen und dann im Kühlschrank lagern. Länger kann man auch – sogar bis zu 3 Wochen, also wenn nicht alles gleich gebacken wird, ist auch kein Problem. Die Kekse werden gleich nach dem Backen schön weich, es braucht keine Wartezeit. Das heißt natürlich, dass sie nicht immer dekoriert werden, weil schon vorher aufgegessen. Ist aber auch nicht so schlimm. Und jetzt endlich das Rezept:
In einem Topf werden 250 g Honig und 1 Packung Honiglebkuchengewürz von Kotanyi aufgekocht. Eine ganze Packung, wirklich. Jetzt nehme ich den Topf vom Herd und lasse in der Honig-Gewürz-Mischung 300 gramm Butter flüssig werden.
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In einem anderen großen Schüssel mische ich 3 Eier, 250 gramm Zucker, 1 Prise Salz mit ein bisschen Mehl (so viel, wie die Eiermischung aufnimmt.)
Jetzt kommt die Honigmischung in den großen Schüssel zur Eiermischung und wird gerührt mit einem Holzlöffel. Löffelweise gebe ich so viel Mehl dazu, dass der Teig schön formbar wird und nicht mehr klebt. In eine Portion Mehl rühre ich auch noch Backsoda dazu. Insgesamt sollte man 1000 g Mehl griffbereit haben – der größte Teil kommt in den Teig, der Rest wird dann beim Ausstechen der Kekse benötigt.
Diese Portion reicht für viele Bleche und wenn man nur weniger auf einmal braucht, kann der Rest in den Kühlschrank in Folie gewickelt zurück.
Die Kekse werden bei 190 Grad ca. in 6 Minuten fertiggebacken. Wer will, kann die Oberfläche der Kekse vor dem Backen mit Eigelb bepinseln.
Dekorieren kann man mit Zuckerperlen (mitbacken) oder nachträglich, wenn die Kekse schon klat geworden sind mit Zuckerguss. Mir schmeckt und gefällt am besten mit Zuckerguss, Mädchen sind aber meistens für rosane Lilifee-Perlen. Und warum auch nicht, es ist ja Weihnachten.

Das Kunsthistorische mit Kindern

Ist es zu früh, mit 4-5 jährigen Kindern ins Kunsthistorische Museum oder in eine Bildergalerie gehen? Noch dazu ohne Kinderführung?
Eine Kinderführung ist sicher altersgerecht, aber was, wenn ich als Mutter am Wochenende gerne die Zeit mit meinen Kindern verbringe, ganz allein, ohne weitere pädagogische Personal – als Abwechslung zur hektischen Arbeits- und Kindergartenwoche?
Für diesen Fall gibt es einen guten Weg auch für Eltern, die einfach nur Interesse für Kunst haben und dieses Interesse an ihre Kinder weitergeben möchten, aber keine museumpädagogische Ausbildung haben.
Bei Kinderführungen ist es typisch, dass man in einem Museum nicht alle Bilder betrachtet, sondern nur einige ausgewählten Stücke. Auch die Dauer der Führung ist meistens kürzer als die einer Erwachsenenführung und sie endet oft mit einem kreativen Teil. Davon können Eltern auch viel übernehmen.
Damit die Kinder sich gut konzentrieren können, ist es gut, den Besuch auf ca 45-60 Minuten zu beschränken und diese kurze Besuche dann wiederholen. Im Kunsthistorischen Museum gibt es Jahreskarten für Erwachsene, mit dem man beliebig oft Eintritt hat, so sind auch öftere kurzere Besuche mit den Kindern finanziell tragbar.
Wir machen für jeden Besuch einen Fokus bzw ein Thema aus. Wir schauen uns nicht alle Bilder an – das ist für den meisten Kindergartenkinder langweilig.
Hier sind ein paar mögliche Themen:
– Bilder mit Tieren
– Bilder, wo Kinder drauf sind
– Bilder mit Soldaten oder Kampfszenen
– Bilder wo Lebensmittel zu sehen sind
– Bilder mit Fahrzeugen
– Bilder zur aktuellen Jahreszeit (Winterlandschaften, Herbst, Sommer, Frühling)
– Was machen Familien auf den Bildern?
– Wie sind die Kleider, die die Leute tragen?
– Bilder, wo musiziert wird
– Bilder mit alten Leuten
Je nach Art der Ausstellung können weitere Themen gefunden werden – wichtig ist besonders bei ganz Kleinen, dass diese Themen einen Bezug mit ihrem Alltag haben.
Wir gehen durch die Ausstellungsräume und schauen uns die Bilder an – zuerst nur ganz flüchtig, um zu sehen, ob ein Bild unserem Kriterium entspricht. Wenn ja, stehen wir ein paar Minuten vor dem Bild und versuchen wahrzunehmen, was alles darauf ist, vor allem die Personen und Gegenstände, nach denen wir gerade suchen. Z.B: welches Tier ist zu sehen? Lebendig oder tot? Was macht es? Mit wem? Welche Farbe hat es? Hat das Tier gute Laune oder wie geht es ihm? Wenn das Bild einen Augenblick festhält – was könnte danach kommen? Wie geht die Geschichte weiter? Wie ist die Stimmung des ganzen Bildes? Gibt es etwas, was auch wir kennen? (Z.B. mit einem Hund spazierengehen oder reiten oder dass die Katze im Schoss kuschelt.)
Diese Art von Bildbetrachtung muss gar nicht lange dauern. Es hängt vom Alter, Stimmung und Persönlichkeit des Kindes, wie lange es ihm Spaß macht, bei einem Bild zu verweilen. Oft ist es so, dass die ersten 3-4 Bilder noch längere Aufmerksamkeit (4-5 Minuten) bekommen und dann die Zeit immer kürzer wird. Eltern können mit ein paar Fragen die Wahrnehmung der Kindern unterstützen. Es ist hilfreich für die Kinder zu wissen, worauf sie achten sollen.
Nach ein paar solchen Besuchen ist es meistens merkbar, dass die Kinder immer mehr sehen und auch gerne zur Ruhe kommen und sich in einem Bild vertiefen können.
Einen Besuch im Kunshistorischen können wir zu Hause auch durch Wimmelbücher gut vorbereiten. Kinder, die mit Wimmelbüchern Spass haben, können bei anderen Gemälden und Bildern dieselbe Fähigkeit vom Schauen und Entdecken einsetzen.
War der Museumbesuch inspirierend, kann es vorkommen, dass – genau wie bei Kinderführungen – das Kind auch etwas kreatives zu den Bildern machen möchte: ein Gebäude nachbauen aus Holzbausteine oder Lego, eine Kampfszene mit Playmo nachstellen und durchspielen, Puppenkleidung nähen, die eine Prinzessin auf einem Bild trug oder auch sich verkleiden. Die Fantasie der Kinder ist in dieser Hinsicht grenzenlos und so wird jeder Museumbesuch ganz was Spannendes.

Kerzenschein aus dem Einmachglas

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Wenn es immer früher dunkel wird am Abend, dann heißt es auch: Kerzen und Lichter werden aus den Schubladen herausgeholt. Und damit es ganz kindersicher ist, stellen wir die Kerze oder das Teelicht in ein Einmachglas oder leeres Senfglas, das die Kinder bemalt haben. Es geht ganz einfach mit dem Lackstift – es gibt in vielen Farben, sogar im Silber und Gold. Sogar ganz kleine können mitmachen, wenn sie schon einen Stift in der Hand halten können. Auch nonfigurative Muster sind wunderschön. Anschließend noch eine Schleife anbringen – oder auch nicht und fertig ist der selbstgemachter Lichterhalter fürs Wohnzimmer oder das Weihnachtsgeschenk für die Oma. Viel Spaß!