Selbstgefärbte T-shirts mit Marabu Fashion-spray

Zum Geburtstag hat meine Große Marabu Fashion-Spray Farben in Türkis und Lila von einer Freundin geschenkt bekommen – schnell wurde es zum Lieblingsgeschenk erklärt und gleich auch ausprobiert. Mit im Päckchen war auch eine Schablone, ein Kolibri. Beim ersten Mal hat sie nur eine Farbe ausprobiert – wir waren erstmal gespannt wie es funktioniert und ob die Farbe wirklich waschfest ist. Wirklich kreativ ist es erst beim zweiten Mal losgegangen, als zwei Freundinnen zusammen gefärbt haben und beide Farben zum Einsatz kamen.

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Die Farbe eignet sich für helle Textilien aus reiner Baumwolle oder mit einem geringen (bis 20 %) Kunstfaseranteil. Wir haben Baumwollunterhemdchen und Baumwollshirts mit Elasthan verwendet, beide waren hervorragend geeignet. Baumwolle ist nicht nur deshalb gut, weil sie die Farbe besser einsaugt, sondern weil die Fixierung durch Bügeln auf Baumwolltemperatur geschieht. Nach dem Besprühen – mit oder ohne Schablone – muss das Kunstwerk erstmal trocken werden, das dauert bis zu 2 Stunden, danach werden sie durch ein Tuch, z. B. Stoffwindeln auf hochem Temperatur relativ lang gebügelt. An der Flasche steht 3 Minuten Bügelzeit für eine Fläche von 30*30 cm. Danach ist es empfehlenswert das Gefärbte erstmal mit der Hand zu waschen um zu schauen, ob es noch ausblutet. Bei uns war es nicht der Fall, so habe ich das erste Unterhemdchen schon bei 40 Grad in der Maschine geswaschen und nichts Schlimmes ist passiert. Ich bin also sehr zufrieden mit der Qualität der Farbe.

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Beim Färben braucht man eine große Unterlage, z.B. Packpapier oder Zeitungen, sowie eine dickere Lage Zeitungspapier zwischen den beiden Stoffschichten, wenn man nur die Vorderseite des T-shirts färben will. Wenn der Boden doch besprüht wird, kann die Farbe mit Babyfeuchttüchern – wahrscheinlich auch einfach mit Wasser – entfernt werden, auch nach dem Trocknen. Ganz praktisch also. Auch für die Hände reicht einfach Seife und Wasser, und alles ist wieder sauber. Super kindertaugliche Sprühfarbe, also, allein auf die Klamotten sollte man achten, die nicht gefärbt werden sollen (Knieteil der Hose zum Beispiel, wenn die Kinder auf dem Boden knieend arbeiten.)

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Man kann verschiedene Effekte erreichen, je nach Menge der Farbe und Entfernung der Flasche vom Stoff. Wenn man wenig, nur ein oder zweimal sprüht und ca 30 cm Abstand dabei vom Stoff hält, dann wird das Ergebnis so, wie in der Mitte auf der rechten Seite des Bildes, man sieht die einzelnen Punkte. Wenn man dabei zwei Farben benutzt, ist es besonders schön. Auf der linken Seite hat die Künstlerin oft gesprüht, 4-5mal, so dass die Farbe ein großer Fleck geworden ist. Die kleinen Kleckse in der Mitte kommen davon, dass die Flasche getropt hat, wenn man sie in einen bestimmten Winkel gehalten hat – unabsichtlich also.

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Der Stern, den die Kinder zu diesem Shirt genutzt haben, ist einer, der im Dunkel leuchtet, also keine Schalblone extra für diese Technik. Der Stern wurde zweimal umgesprüht, einmal ganz normal mit lila und einmal verdreht, dass die Zacken zwischen den Zacken des ersten Stern waren – diesmal mit türkis. Ich finde das Ergebnis besonders schön – und das war voll die eigene Idee der Kinder.

Ich kann es mir vorstellen, dass T-shirts färben auch ein tolles Programm für Kindergeburtstage oder zu einem Freundinnennachmittag sein kann. Es ist nicht sehr zeitaufwändig, braucht nur Platz. Die Farbe ist sehr ausgiebig, 10-12 Shirts kann man mit einer Flasche sicher färben, oder sogar mehr. 2 Farben machen schon Spaß, 4 sind mehr als genug.

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Mit einer Mutter aus der Klasse haben wir auch schon ausgemacht, dass das Weihnachtsgeschenk für die beiden Lehrerinnen nächstes Jahr auch mit dieser Technik gemacht werden wird. Weil die Lehrerinnen wahrscheinlich keine besprühte T-shirts mehr tragen, werden wir eine Tischdecke färben, alle Kindern können aus Moosgummi Sterne und andere weihnachtliche Motive ausschneiden und damit eine große Tischdecke gemeinsam machen.

Eine Flasche Farbe kostet 4,95 Euro, es gibt auch im Dreierpack mit zusammenpassenden Farben um 14,50. Eine tolle Investition für die Bastelkiste zu Hause.

Spinnenkostüm für Halloween DIY Anleitung

Morgen sind meine Kinder zu einer Halloween-Party eingeladen, so brauchten sie ganz dringend was zum Anziehen. Mit meiner Tochter hatten wir es leicht, sie wollte als Hexe gehen und dafür ist ihr Kostüm vom letzten Fasching – spanische Tänzerin – vollkommen ausreichend. Eine spanische Tänzerin trägt eine Perücke, die Hexe einen Hexenhut – muss noch heute gekauft werden – sonst sehen die beiden gleich aus. Mein Sohn geht als Spinne, das ist auch nicht so kompliziert, so habe ich mich ans Experiment gewagt, es selber zu nähen. Und es ging wirklich leicht und schnell, in ca. 60 Minuten.

Die Grundlage ist ein schwarzer Jerseyoberteil und schwarze Leggings (ausgeliehen von der Schwester.) bzw. Socken. So hat das Spinnenkind schon 4 schwarze Beine, es fehlen nur noch weitere vier. Sie werden genäht aus einem einfachen IKEA-Baumwollstoff.

Ich habe die Arme vom Kind gemessen, 0,45 m war die Länge und ich habe mich entschieden diese Länge auch für die Spinnenbeine zu nehmen. Breite der Beine ist 8 cm.  Man braucht für diese Größe 40*96 cm Stoff, und er wird der Länge nach doppelt gelegt, so dass wir einen zweilagigen Stoff vor uns haben, 20*96 cm. Mit Kreide zeichne ich mit der Hand 4 Rechtecke drauf, alle 8*45 cm. Ein Ende von jedem Rechteck runde ich ein bisschen ab.

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Die zwei Lagen werden mit ein paar Nadeln befestigt und jetzt werden die Beine mit der Maschine genäht – ganz einfach der Linie folgen auch bei den Rundungen. (Noch nichts ausschneiden!) Das Ende, wo keine Rundung ist, bleibt offen, hier kommt dann die Füllwatte rein.

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Und jetzt werden die Beine einzeln ausgeschnitten mit ein bisschen, ca 0,5 cm Nahtzugabe. Jetzt kommt die Füllwatte zum Einsatz – wir bilden 4 gleich große Haufen davon.

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Man nimmt die Beine in die Hand und wendet den Schlauch auf rechts. Nahtzugabe ist jetzt drinnen. Ab jetzt ist es hauptsächlich Kinderarbeit.

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Ein Kochlöffel hilft, die Watte gleichmäßig im Bein zu verteilen. Es muss nicht sehr fest ausgestopft sein.

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Jetzt nimmt Mami ein schwarzes Band und bindet es um die Hüfte des Kindes. Locker sollte es ein bisschen sein. Dann werden auf jede Seite zwei Beine mit Stecknadeln festgesteckt. Dabei sind die Enden des Schlauches zurück in den Schlauch gefaltet, so dass keine Fransen auf rechts zu sehen sind.

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Wir haben jetzt so einen Gürtel vor uns. Das wird noch mit der Maschine festgenäht. Ich habe zuerst in der Mitte des Bandes genäht und dann noch einmal am unteren Rand, so sieht es beim Tragen schöner aus.

h8 Und so ist unsere grausame Riesenspinne schon partybereit!

Kerzenschein aus dem Einmachglas

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Wenn es immer früher dunkel wird am Abend, dann heißt es auch: Kerzen und Lichter werden aus den Schubladen herausgeholt. Und damit es ganz kindersicher ist, stellen wir die Kerze oder das Teelicht in ein Einmachglas oder leeres Senfglas, das die Kinder bemalt haben. Es geht ganz einfach mit dem Lackstift – es gibt in vielen Farben, sogar im Silber und Gold. Sogar ganz kleine können mitmachen, wenn sie schon einen Stift in der Hand halten können. Auch nonfigurative Muster sind wunderschön. Anschließend noch eine Schleife anbringen – oder auch nicht und fertig ist der selbstgemachter Lichterhalter fürs Wohnzimmer oder das Weihnachtsgeschenk für die Oma. Viel Spaß!